Rezension: David Baldacci – Der Abgrund
Web London ist Agent beim FBI, konkret bei dem Eliteteam “HRT” (Hostage Rescue Team = Geisel Befreiungs Team). Bei der Einnahme eines Gebäudes gerät sein Team in ein Hinterhalt. Das gesamte Team wird durch eine Falle getötet, nur London überlebt.
Sollte tatsächlich, wie es den ersten Anschein hat, ein Drogenkartell hinter diesem Anschlag stehen?
Neben der Nachforschung, warum sein gesamtes Team kaltblütig hingerichtet wurde, spielt in einem zweiten Strang eine vor Jahren misslungene Befreiungsanktion eine Rolle.
Eine rechtsradikale Gruppe hatte vor fünf Jahre eine Schule besetzt. Nun wurde der beteiligter Richter, der Rechtsanwalt sowie eine weitere Person durch Attentate umgebracht. Web und ein Kollege sollen nun die Eltern des Kindes, welches bei der Befreiung zu Tode gekommen ist, schützen. Und in der Tat, auch auf die Eltern wird ein Bombenanschlag verübt.
Ab den ersten Seite geht in diesem aktiongeladenen Thriller die Post ab. Baldacci schafft es, den Spannungsbogen über weite Teile der rund 630 Seiten hoch zu halten.
Im Vergleich zu anderen Romanen von Baldacci hat dieses Buch mehr Aktion, dafür weniger Tiefgang. Gelegentlich geht der Heldenepos (weiter Dienst trotz schwerste Kopfverletzungen) etwas zu weit. “Der Abgrund” ist dennoch ein gelungener Thriller, der immer wieder überraschende Momente für seinen Leser parat hält.
David Baldacci – Der Abgrund – ISBN 3-404-15290-5 – 637 Seiten – € 8,90













[...] Dieser Roman erinnerte mich anfänglich an Baldaccis Geschichte “Der Abgrund“, den auch hier geht es um einen Agenten und dessen misslungenen Einsatz. [...]