Rezension: John Grisham – Die Schuld
Ein großes Pharma-Unternehmen hat ein Medikament mit gefährlichen Nebenwirkungen auf dem Markt gebracht. Einem junger Pflichtverteitiger wird das Angebot gemacht, mit den Geschädigten einen Vergleich zu schließen, um so den Schaden für das Unternehmen zu begrenzen. Aus dem jungen Pflichtverteidiger wird ein Anwalt, der mit Sammelklagen große Unternehmen verklagt.
Die Geschichte versprach viel und fing auch spannend an. Nach einem Drittel des Buches nahm die Geschwindigkeit rasant zu, leider wurde die Story hierdurch recht oberflächig.
Wird im ersten Teil die Einzelheiten des Verfahrens noch recht gut beschrieben und auf die Personen eingegangen, steht im restlichen Buch der Aufstieg und der Fall des Anwalts im Vordergrund. Teilweise werden die Verfahren nur noch angerissen, auf das Denken und Füllen der Charaktere wird auch nicht mehr tiefgründig dargestellt.
“Mit Die Schuld kehrt Grisham zurück zu seinen Klassikern …”, so der Covertext auf der Taschenbuchausgabe. Nur kehrt Grisham leider nicht zu einer Klasse zurück. Im Vergleich zu seinen anderen Büchern ist dieses Buch enttäuschend und insgesamt gerade noch Durchschnittskost.
Nebenbei: Die Überschrift des Covertextes lautet “Gefangen im weiten Netz der Korruption”. Nur hat die Geschichte recht wenig mit Korruption zu tun. Was hat sich der Verlag nur hierbei gedacht?













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