Beiträge aus dem Monat April 2006

Hörspiele kostenlos runterladen

Auf der Suche nach weiteren kostenlosen und legalen Downloadquellen von Hörspielen und Podcast-Dateien bin auf die Seite http://www.vorleser.net gestossen. Es werden einige Hörbücher aus dem klassischen Bereich (also von Texten deren Schutzrecht erloschen sind) angeboten.

So gibt es Märchen von den Gebrüder Grimm oder von Andersen, Geschichten von Wilhelm Busch oder vom Baron Münchhausen. Aus dem Bereich der klassischen Lyrik gibt es unter anderem: Goethe, Kleist, Storm oder Heine.

Die Hörspiele von Edgar Allan Poe und Sir Arthur Conan Doyle fand ich inbesondere interessant. Die Geschichte “Der Katechismus der Familie Musgrave” fand ich als “Sherlock Holmes” Fan einfach nur gut. Einfach mal rein hören!

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Gelungenes Fake: Graffiti auf der Air-Force-One

Am 18. April berichteten die Netzeitung* und N24* online darüber, das der Graffiti-Künstler Marc Ecko ein Video auf seiner Seite veröffentlich hat, in der er auf dem Triebwerk der Air-Force-One (zur Erinnerung: das Flugzeug des Präsidenten der USA) den Spruch “Still free” in einer Nacht und Nebel-Aktion aufgesprüht hat. In Anbetracht der politischen Situation war es schon höchst brisant, das er das Graffiti auf einem der am besten bewachtesten Objekte auf der Welt anbringen konnte. (Video ansehen!)

Air Force One mit GraffitiDabei war das Video ein Fake. Wie heute die Netzeitung und Spiegel-online berichten, hatte Marc Ecko eine baugleiche Boeing 747 gemietet, das Flugzeug heimlich umlackieren lassen und den Film dann mit der Kopie der Air-Force-One gedreht. Wie weiter berichtet wird, wurde auf der Seite von Ecko sogar, wenn auch nicht offensichtlich, hingewiesen. Dies ist wohl niemanden aufgefallen. Sogar die Air-Force ist erst auf den Schwindel reingefallen.

Erstmal habe ich herzhaft darüber gelacht, das war doch mal ein Fake. Es war auch zu schön um wahr zu sein.

Allerdings ist es auch ein “schönes” Beispiel, wie schnell Meldungen sich verbreiten und sie als “wahr” übernommen werden, weil sie “veröffentlicht” wurden. Zeigt es doch, wie Mediengläubig wir sind. Und von den renommierte Presse darf man etwas kritischere Berichterstattung erwarten (wobei Fehler natürlich überall passieren können), oder?

* Sowohl bei der Netzzeitung, als auch bei N24 sind die Artikel nicht mehr im Archiv enthalten, allerdings noch im Google Archiv [1] [2].

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Blogosphäre – jasmintiefensee.de

Unter http://jasmintiefensee.de/ blogt eine junge Frau aus dem Iran über Alltag in deutsch. Sie schreibt über die Versorgungslage, die Kleidervorschriften und wie die Atompolitik im Inland dagestellt wird. Augenzeugenberichte aus ferne Ländern, auch aus Ländern die man hier nicht gerade als “Frei” bezeichnet, gibt es häufiger, aber in deutsch ist das schon sehr selten. Anschauen!

Ich frage mich nur, was hat sie in den Iran verschlagen hat.

Siehe auch: Netzeitung

Update 27.05.2006 Seit einigen Tagen ist die Site aus technischen Gründen nicht erreichbar. Da die einzelnen Beiträge immer noch direkt über die URL (Beispiel) aufgerufen werden können, kann ich das nicht so richtig glauben.

Update 13.08.2006 Die Seite “Iran Now” hat etwas am 26.07.2006 über den Verbleib von Jasmin Tiefensee geschrieben:

Wir wollen Sie hiermit beruhigen: Jasmin Tiefensee hat sich bei unserer Redaktion gemeldet und bestätigt, dass es ihr gut geht. Die Gründe, warum sie nicht mehr am Blog schreibt, hat sie uns nicht genannt; bedauert aber, dass sie es nicht mehr weiterführen kann, da ihr die Arbeit sehr viel Spaß bereitet hat.

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Podcast: Die Audiothek

Logo - Die Audiothek Durch einen Zufall bin auf meiner Reise durchs Netz auf ein neues, interessantes Projekt gestoßen: Die Audiothek. Verschiedene Podcaster lesen sehr unterschiedliche Texte, wie Kurzkrimis, Geschichten und ähnliches via Podcast (“Was ist Podcasting?“) vor.

Gestartet wurde das Projekt am 15.04.2006, seit dem wird jeden Samstag eine weitere Geschichte veröffentlicht. Geplant sind erstmal 25 Geschichte.

Die erste Geschichte, “Der Rabe” von Edgar Allan Poe ist wirklich hörenswert. Sehr gut vorgelesen, spannende Geschichte.

Der zweite Text “Zur soziologischen Psychologie der Löcher” von Kurt Tucholsky ist nicht minder interessant. Wie kann man nur so viele Worte über das Löcher verlieren? ;-) Aber auch dieser Text wurde meiner Meinung nach gut vorgetragen.

Die Dateien können auch als mp3 runtergeladen werden und so können somit mit jedem mp3-Player angehört werden.

Ich freue mich auf die nächste Geschichte. Eine Vorschau und weitere Informationen gibt es hier.

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Unruhe in der (k)ubuntu-Community

Ubuntu, der Name der neue Shooting-Star der Linux-Distributionen, kommt aus dem afrikanischen und bedeutet soviel wie “Menschlichkeit” und “Gemeinsinn“. Kubuntu, eine Ubuntu-Derivate, bedeutet eigentlich das gleiche (K stehe für KDE).

In der deutschen Community scheint der Gemeinsinn noch nicht bei allen angekommen zu sein.

In Zeiten, in den die Allgemeinheit Ubuntu auch durch häufigere Erwähnungen in der Presse wahrnimmt, teilt sich die Community.

http://www.ubuntuusers.de/ ist wohl das größte (und älteste?) Portal mit Forum zu Ubuntu und die verschiedene Derivate. Diese Portal wird nach eigener Aussage durch einen Verein getragen. Nun gibt es neben diesen Portal/Forum drei weitere deutschsprachige Foren, die sich hiervon abgespalten haben: kubuntu.de, ubunux.de und ubunux.de (Quelle).

Was soll das? Grundsätzlich begrüße ich die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Angeboten wählen zu können. Aber für eine solche Community ist das schädlich. Entweder muss der Hilfesuchende mehrere Foren, Portal und Wiki durchsuchen oder er beschränkt sich (vielleicht aus Unwissenheit) auf ein Portal/Forum und findet die nötigen Informationen nicht.

Dabei muss man wissen, das das Grundgerüst bei Ubuntu und Kubuntu gleich ist. Aus Ubuntu kann man durch das Nachinstallation der KDE-Oberfläche Kubuntu machen (und umgekehrt durch die Installation von Gnome). Das heisst, das durchaus einige Fragestellungen bei alle Varianten auftreten könnten. Das durch die Teilungen (insgesamt ) unnötige Mehrkosten entstehen, kommt noch dazu.

Die angegebenen Gründe, die ich gelesen habe, sind für mich jedenfalls nicht schlüssig, bzw. rechtfertigen nicht die Teilungen. Hier wäre ein Dialog und eine Bündelung der Kräfte sinnvoller gewesen.

Und zu allem Überfluss wurde das Portal/Forum kubuntu.de aus Protest für einige Tage von dem Betreiber offline geschaltet. Jetzt ist die Seite zwar wieder online, für mich schlüssige, nachvollziehbare Antworten, die aus meiner Sicht die Aktion gerechtfertigt hätte, habe ich nicht gelesen.

Die Berichterstattung hat jedenfalls nur verhalten stattgefunden. So haben neben pro-linux.de und golem.de nur wenige Blogs dies kritisch aufgegriffen, wie jnblog.de und ubuntu.blog.de. Dort findet man weiter Informationen.

Einen Gewinner dieser Aktion kann ich nicht erkennen, aber den Verlierer, die Community. Also was soll das?

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