Beiträge aus dem Monat Mai 2006

Hier ist dein Schild …

Sicherlich nicht neu, aber vieleicht kennt der Eine oder Andere das noch nicht. Bin mir aber sicher, das jeder schon mal eine Situation erlebt hat, wo er jemanden ein “Schild” verpassen wollte.

Hier ist dein Schild …

Doofe Leute sollten Schilder tragen müssen, auf denen “ich bin
doof
” steht. Auf diese Weise würde man sich nicht auf sie
verlassen, oder?

[...]

Ich hab gelernt, nen Sattelschlepper zu fahren. Ich verschätzte
mich bei der Höhe einer Brücke, verkeilte den LKW und konnte
ihn nicht wieder los kriegen, egal was ich auch versuchte. Über
Funk hab ich Hilfe angefordert. Dann kam ein Polizist und fing an,
einen Bericht zu schreiben. Er stellte die üblichen Fragen… ok…
Kein Problem. Ich war mir schon sicher, dass er kein Schild
bräuchte… bis er fragte “also… ihr LKW hat sich verkeilt?” Ich
konnte mir nicht helfen! Ich sah ihn an, blickte zurück zum
Sattelschlepper, dann zurück zu ihm und sagte “Nein, ich liefere
eine Brücke. Hier ist dein Schild.”

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Neues zum Filesharing

Logo eMuleVor einigen Tagen hat die Musikindustrie (MI), wie sie es nennt, einen harten Schlag gegen die Musiktauscher des eDonkey Netzes geführt. Heise berichtete, das bei 130 von den 3500 ermittelten Usern ein Hausdurchsuchung durchgeführt wurde. In Anbetracht der Millionen, die sich ohne Unrechtsbewußtsein an der Tauscherei beteiligen, sieht das mehr nach dem berühmten Tropfen auf dem heißen Stein aus. So schrieb Heise im Dezember, das die Anzahl der User in den USA alleine rund 6 Millionen. und die Anzahl der verfügbaren Musikstücke ca. 260 Millionen betragen hat (vergleichbare Zahlen für Deutschland sind mir nicht bekannt).

Interessant ist allerdings, wie seit Monaten die MI ihre “Erfolge” darstellt. Bisher hat es doch nur eine Verurteilung gegeben, in allen anderen Fällen hat man sich “geeinigt”.

Ich frage mich nun, wenn das doch alles so klar ist, warum gibt keine Verurteilungen? Warum hat die MI ein solches starkes Interesse, sich immer zu vergleichen? Vielleicht ist die Beweiskette doch nicht so lückenlos, wie uns die MI uns das immer Weismachen will?

Einige Aspekte möglicher Lücken in der Beweiskette anlässlich der Hausdurchsuchungen hat maloXP auf Zitronengras angesprochen.

Betroffene der Hausdurchsuchungen sollten sich auf jeden Fall bei netzpolitik.org melden.

Zunehmend frage ich mich allerdings, warum das überhaupt illegal sein soll. Das Recht soll doch das Miteinander der verschiedenen Beteiligten regeln. Recht sollte also sein, was die Mehrheit als Recht empfindet. Wenn nun die Mehrheit es für recht hält (und sich entsprechend verhält), das man Musik tauschen kann, dann sind die Gesetze entsprechend anzupassen.

Das Recht zu Verwertung, wie wir es kennen, ist schließlich nicht von Gott gegeben. Und wenn man sich mal überlegt, in welchem Umfang die MI absahnt (Preis von CD und DVDs, Eintrittspreise Konzerte, Kopierabgaben auf Brenner, etc), ist das schon frech.

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Opel läst bloggen

Opel hat vier Bloggern für vier Wochen einen Astra sowie ein “Taschengeld” von 1200 Euro für Sprit und weiteren Ausgaben zur Verfügung gestellt. Ihre Erfahrungen berichten die Vier auf http://astra.blogg.de/.

Und wie so oft im Leben, findet das ein Teil ganz gut und ein Teil schlecht (und schweigende Mehrheit interessiert es wohl gar nicht). Die, die das schlecht finden, habe sich nun in letzten Tagen auf diversen Blogs hierzu geäußert, Bedenken geäußert und begeschimpft.

Von Glaubwürdigkeitsverlust war die Rede. Das ist doch Quatsch. Bei den meisten Blogs (alle?) findet man doch gar keine objektive Berichte oder objektive Tests. Vielmehr sind das doch ehe subjektive Meinungsäußerungen.

Und wenn nun ein Blogger sich positiv über ein Produkt äußert und erkennbar ist, das dieser das Produkt kostenlos erhalten hat, kann ich man das entsprechend berücksichtigen.

Dabei weiß 95 % der Bevölkerung wahrscheinlich gar nicht, was ein Blog ist. Und so gesehen ist die Aktion von Opel kein große, weitreichende Kampagne, es ist ein Versuch. Also wozu die Aufregung?

Klaus Eck schrieb

Die Blog-Auswahl ist sehr groß, sowohl im unterhaltenden wie auch News-Bereich. [...] Niemand muss deren Opel-Beiträge lesen.

Und damit ist das Wesentlich gesagt.

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Mein neues Autoradio: Blaupunkt Seattle MP74 mit Opel Interface

Ich habe mir ein neues Autoradio zugelegt. Das alte Radio (Orginal Opel CDR 500 von VDO) hatte zwar für ein Werksradio schon ein relativ guten Klag, aber konnte leider keine mp3 abspielen. Das neue Radio sollte also mp3-Files abspielen können, möglichst das Opel-Display und die Lenkradfernbedienung unterstützen und vom Design eher schlicht sein.

Nach einigem Suchen entschied ich mich für das Blaupunkt Seattle MP74 mit Opel Interface. Autoradio Blaupunkt Seattle MP74

Die Bedienung mit dem “Joystick” ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig, insbesondere während der Fahrt.

Dieses Autoradio hat für meine Ohren :-) mit den Orginalboxen meines Opel-Astra-Cabrios einen recht ordentlichen Klang, insbesondere wenn man beim 5-Band-Equalizer als Preselect “Disco” oder “Rock” wählt. Natürlich kann auch einfach die Höhe und Tiefe einstellen. Das Radio passt die Lautstärke automatisch der Geschwindigkeit an. (das funktioniert zumindest bei meinem Auto).

Der Radiobetrieb ist unauffällig, alles ist so, wie es sollte. Die gespeicherten Sender werden mit ihrem Sendernamen angezeigt und können durch die Funktionstasten einfach gewählt werden.

Ruckler, zum Beispiel bei Bahnübergängen, sind mir beim mp3/CD-Betrieb nicht aufgefallen. Sehr angenehm: das Gerät merkt sich den letzten gespielten Titel, wenn man das Gerät ausmacht, und spielt, wenn man das Gerät wieder anmacht, an dieser Stelle weiter. Der Zufallsmodus scheint nicht immer in der gleichen Reihenfolge zu spielen. Die verschiedenen mp3-Tags und CD-Text werden im Display angezeigt.

Mit dem Gerät bin ich bis jetzt also zufrieden.

Leider kann ich das vom Blaupunkt Interface für Opel nicht sagen. Die Belegung der Tasten auf der linken Seite finde ich unglücklich. Mit den beiden Pfeiltasten, mit der man normalerweise das nächste bzw. das vorherige Lied wählen kann, bewegt man sich in der Ordnerstruktur. Mit der dritten Taste, womit man normalerweise das erste Lied der CD wählt, kann man das nächste Lied (und wenn man sie länger drückt, das letzte Lied) wählen. Andersrum wäre dies logischer gewesen. Innerhalb eines Liedes vor- oder zurückspulen geht scheinbar mit der Lenkradfernbedienung leider gar nicht.

Das Interface scheint recht zickig zu reagieren, wenn es nicht genau die gewünschte Spannung erhält (*). So funktioniert die Fernbedienung und das Display nicht, wenn das Auto aus ist und das Radio von der Batterie gespeist wird. Gelegentliche Funktionsaussetzer gibt es aber auch während der Fahrt (Display/Fernbedienung).

Anfänglich funktionierte das Interface gar nicht. Die Abholung des Interface durch Blaupunkt (initiert durch den Händler) und Zusendung eines anderen Interfaces dauerte fast 5 Wochen (und wohl auch nur, weil ich mehrfach nachgefragt habe).

(*) Dies wurde mir telefonisch von einem Techniker gesagt. Der wies darauf hin, das man im Zweifelsfall die Spannung messen könnte und das Interface bei Blaupunkt auf diese Spannung einstellen könnte.

Update vom 12.07.2006 Das Radio scheint Probleme zu haben, ziemlich warme Daten-CDs mit MP3s abzuspielen. Zumindest sind bei mir Leseprobleme bei Daten-CDs aufgetreten, wenn der Wagen in der Sonne geparkt wurde und ich die CD im Gerät geblieben ist.

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Vorsorgeuntersuchung für alle Kinder

RP-Online berichtet am Freitag online und die Rheinische Post in ihrer Samstagsausgabe über die Aufforderung des Bundesrates an die Regierung, die Vorsorgeuntersuchungen für alle Kinder verpflichtend zu machen. Sollten Eltern ihre Kinder nicht untersuchen lassen, sollen die Krankenkassen dies den Ämtern melden, die sich dann von dem Wohl der Kinder überzeugen sollen.

Unabhängig von dem Datenschutzproblem begrüße ich das Vorhaben grundsätzlich. Nachteile oder zusätzliche Kosten (außer vielleicht Fahrtkosten) entstehen den Eltern durch die Untersuchungen nicht, die Vorteile liegen auf der Hand.

Für die Vorsorgeuntersuchungen fallen keine Praxisgebühren an. Das scheinen aber viele zu denken, den seit der Einführung der Praxisgebühr sind die Vorsorgeuntersuchungen auch bei den Kinder rückläufig.

Ich finde sehr schade, das in der Diskussion der eigentlich Sinn dieser Vorsorgeuntersuchungen nicht genügend Beachtung findet. Wenn ein Kind im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig untersucht wird, können Fehlentwicklungen und gesundheitliche Probleme früher erkannt werden. Und auch hieran sollte die Gesellschaft, natürlich neben den betreffenden Eltern, großes Interesse haben. Die Erfahrungen bei den Reihenuntersuchungen des Schulzahnarztes sprechen für “Vorsorgeuntersuchungen für alle” – den die Zahnsubstanz ist in den letzten Jahren immer besser geworden.

Nun zum Datenschutz: Hierbei gilt abzuwägen, welches Recht höherwertiger ist. Das Recht auf Schutz der Daten und Recht der Eltern auf Bestimmung oder der Schutz des Kindes und Anrecht auf medizinsche Versorgung.

Daher meine Meinung: Unter Abwägung der verschiedenen Rechte und der Vorteile und Nachteile, bin ich für die gesetzliche Verpflichtung der Vorsorgeuntersuchungen. Für mich als Vater ist ehe unverständlich, warum man diese Untersuchungen nicht wahrnimmt.

Deshalb geht mit Euren Kindern, auch wenn es hierzu keine Verpflichtung gibt, zu den Vorsorgeuntersuchungen.

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