Beiträge aus dem Monat Mai 2006

Rezension: David Baldacci – Das Versprechen

David Baldacci - Das VersprechenMit dieser Roman hat David Baldacci ein für ihn ungewöhnliches Buch abgeliefert. Seine bisherigen Bücher waren Thriller, die sich durch gute und unterschiedliche Ideen sowie Spannung auszeichneten. Nun ein Roman, der kein Thriller ist. Daher könnten Leser, die ein Thriller erwarten, enttäuscht werden.

Baldacci siedelt seinen Roman in Virginia um die Zeit von 1940 an. Ein Geschwisterpärchen verliert Vater und Mutter (Koma) durch einen Autounfall und muß zur Urgroßmutter, die auf einem Farm in Virginia wohnt.

Für die Kinder ist der Umzug von New York in die Bergwelt auf eine Farm in den Bergen ohne fließend Wasser und Strom eine enorme Umstellung. Plastisch beschreibt Baldacci das harte Leben und die Entbehrungen auf einer kleiner Farm dieser Zeit.

Deutlich merkt man, das Baldacci über seine Heimat, und seine Verbundenheit hierzu, schreibt. Der Fingerzeig auf die Ausbeutung der Natur und die möglichen Folgen ergänzen dies eindrücklich.

Ich bin ein Freund von Thriller und war daher etwas skeptisch. Doch hätte ich gerne nach 364 Seiten weitergelesen. Baldacci unterstreicht mit diesem Buch seine Vielseitigkeit.

David Baldacci – Das Versprechen – ISBN: 3-404-15117-8

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Video mit Handy aufnehmen – Nokia N93

Wie ich heute in der c’t gelesen haben, bringt Nokia im Juli ein neues Handy (Smartphone) raus, womit man auf einer 2 GB SD-Karte ein 90 minütiges Videos aufnehmen kann: Nokia N93 (Symbian OS). Golem schreibt sogar “Videoaufnahmen in DVD-ähnlicher Qualität an die Leistungen eines digitalen Videorekorder heranreichen“. Der Film wird im MPEG4-Format mit einer Auflösung von 480 x 640 Pixeln abgespeichert.

Nokia N93Das übliche DVD-Format hat MPEG-2 in der Auflösung von 720 x 576 Pixel. Das Auflösung des Handy entspricht schon daher eher der (mittlerweile schlechten) SVCD-Auflösung von 480 x 576 Pixel.

Die Industrie erzählt uns gerade, das selbst das DVD-Format zu gering ist und wir alle auf HDTV umsteigen sollen, da möchte uns Nokia weißmachen, mit dem Ding könnte man auch nur halbwegs vernünftige Videos drehen und auf dem 2,4″ Screen auch noch bearbeiten?

Und das zu einem Zeitpunkt, wo man wahrscheinlich mit 90 % der Handy nicht mal ordentliche Fotos (also ich meine richtige Fotos) machen kann. Die Auflösung der Nokia N93 ist geringer als DVD-Format und dank mpeg am Rechner schlechter zu schneiden als das übliche AV-Format von gängigen Camcordern.Was will man also damit?

Also mein Rat: lieber ein einfacheres Handy nehmen und sich (gegen einen Aufpreis) einen halbwegs vernünftigen Camcorder kaufen.

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Wildpark Anholter Schweiz

Heute haben wir bei durchwachsenem Wetter den Wildpark “Anholter Schweiz” in Isselburg besucht.

Esel - Anholter SchweizEin typischer Tierpark ist dieser Wildpark sicherlich nicht. Auf einer Fläche von ca. 56 ha. Waldgebiet sind nur rund 40 Tierarten untergebracht (Angabe laut Zoo-Info.de). Zum Vergleich: der Duisburger Zoo ist ca. 14 ha groß und beherbergt rund 282 Tierarten.

Im Grunde ist das ein typischer niederrheinischer Wald mit einigen Tiergehege. Folgt man dem rund 6 km langen naturbelassenen Rundweg (es gibt auch eine kürzere Alternative) kann man einen schönen Waldspaziergang machen. Die Gehege sind in der Regel recht groß, einige Gehege kann man betreten. Ziegen und Esel können gestreichelt und gefüttert werden. Exotische Tiere findet man nicht.

Interessant ist die Geschichte des Parks. Vor ca. 100 Jahre lies Fürst Leopold zu Salm-Salm in seinem Wald ein See ausheben und an dessen Ufern aus Dornap herbeitransportierte Kalksandsteine Erdhügel bauen (die an die Schweizer Berge erinnern sollen). In der Mitte des Seen wurde eine Insel angelegt auf die ein aus der Schweiz geliefertes zweigeschossiges Chalet gebaut wurde. Hier ist heute das Restaurant “Schweizer Häuschen” untergebracht.

In der jüngeren Vergangenheit hat der Park sich insbesondere durch die Übernahme einiger Bären von einem anderen, bankrotten Tierpark hervorgehoben. Die 9 Bären sind nun in einem 2,5 ha (!) großen Gehege untergebracht.

Der Park ist naturbelassen und macht einen ordentlichen Eindruck, Müll oder ähnliches lag nicht herum. Lediglich einige Gewässer sahen irgendwie ungesund aus. Die Eintrittspreise sind human (Erwachsene 5 €, Kinder 2 €). Der Park ist angenehm wenig auf Kommerz ausgerichtet. Im Park gibt es nur zwei Toilettenhäuschen (Ein/Ausgang und am Restaurant), etwas wenig für diese Größe.

Die Internetseite könnte mal überarbeitet werden. Auf der Internetseite des Schweizer Häuschen (Restaurant auf der Insel des Parks) findet man weitere Informationen.

Update: Siehe Beitrag “Anholter Schweiz (2) – Bilder” bzw. Bilder-Galarie

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Neues im Blog

In den letzten Tage habe ich den Blog um neue, sinnvolle Funktionen erweitert:

Newsletter: Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, aber nicht extra einen Feed-Reader verwenden möchte, kann jetzt den Newsletter “blog.arlandt.com” bestellen. Wer den Newsletter bestellt, erhält immer eine eMail, wenn ein neuer Beitrag veröffentlicht wurde. [Newsletter bestellen]

eMail bei neuen Kommentar: Wer einen Kommentar schreibt und über Antworten zu diesem Kommentar und andere neue Kommentare informiert werden möchte, kann dies beim Schreiben des Kommentares angeben. An die angegebene eMail-Adresse wird nun immer eine eMail geschickt, wenn ein neuen Kommentar veröffentlicht wurde.

Statistik: In der Sidebar habe ich ein User-Counter installiert, der die Anzahl der Gesamtanzahl der User, die diesen Blog besucht habe, zählt. Unten in der Sidebar ist eine Statistik über die Nutzung des Feeds.

Apropos Statistik: Die Anzahl der tatsächlichen User war in der letzten Woche zwischen 25 und 50 (pro Tag), im Schnitt waren das rund 37 User/Tag (ohne mich :-) ). Das finde ich für diesen kleine Seite schon sehr viel.

Fast der Hälfte der User kommen über Suche-Seiten wie google, yahoo oder msn auf meine Seite. Insbesondere die Beiträge “Besuch Sealife Oberhausen“, “Linux Handy von ImCoSys“, “Rezept Kalte Schnauze” und die diversen Beiträge zu “Hörspielen/ Podcast-Dateien” wurde häufig über die Suchmaschinen aufgerufen. Einige Tage war mein Beitrag “Rezept Kalte Schnauze” bei msn auf dem ersten Platz (ohne Optimiertung!) :-D . Die Beiträge zu Kubuntu [1] [2] wurde sehr häufig aufgrund meiner Trackbacks bei golem [4] [5] [6] aufgerufen.

Und Kommentare? Kommentare wurde erst bisher in zwei Fälle geschrieben – Nur keine Berührungsängste! Wenn ihr etwas ähnlich seht, andere Meinung seid oder etwas ergänzen wollt, traut euch. Ich freue mich! Blogs leben von der Kommunikation.

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Rezension: John Grisham – Die Liste

John Grisham - Die ListeEin junger Zeitungsverleger, der durch glückliche Umstände zu einer kleinen runtergekommenen Lokalzeitschrift kommt, berichtet groß über einen grausamen Mord, der den kleinen Ort in Mississippi in den 70er erschütterte. Der Mörder kommt aus einer Familie mit kriminellem Hintergrund. Entsprechend entwickelt sich die Verhandlung und gipfelt in der öffentlichen Bedrohung der Geschworenen. Soweit die Beschreibung der Rahmenhandlung.

Der grausame Mord, die Verhandlungen und die Freilassung des Täters nach einigen Jahren ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Aber eigentlich steht der junge Zeitungsverleger Willie Traynor und sein Leben in der Kleinstadt im Süden der USA im Mittelpunkt der Geschichte. Das Leben des kleinen Ortes mit seinen Menschen in den 70er mit seinen typischen Problem wird liebevoll beschrieben. So wird auch auf die Rassenprobleme dieser Jahre und eigenwillige Justiz und Vetternwirtschaft eingegangen. Und eben die Unruhe der Menschen, der durch diesen Mord verursacht wurde.

Wer einen knallharten Justiz-Thriller erwartet, wird enttäuscht sein.

Mir hat das Buch aber gut gefallen. Grisham hat es geschafft, auf knapp 480 Seiten einen Zeitraum von mehreren Jahren zu beschreiben, ohne Oberflächig zu werden und beschreibt die Menschen dieser Kleinstadt mit ihren Eigenheiten so, das man fast meint, man würde sie kennen. (4 von 5 Punkten)

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